Ein gemeinsamer Projekttag von Ginnheimer Kindereinrichtungen

Zum Thema Kooperation und Netzwerkbildung

 

Beteiligte Einrichtungen:

Diesterwegschule, Wuselvilla, Kinderzentrum Ginnheimer Hohl, Kinderzentrum am Wiesenrain, PEIG-Kinderladen, Nachbarschaftszentrum-Ginnheim

 

Zielsetzung:

Die im Stadtteil Ginnheim vorhandenen Kindereinrichtungen haben zu festen Anlässen regelmäßigen Kontakt miteinander, jedoch bleibt im Alltag meist wenig Zeit, darüber hinaus reichende Ideen für ein kooperatives Miteinander nachdrücklich zu verfolgen. Mit einem gemeinsamen Projekttag sind wir diesen Weg einen Schritt weiter gegangen, haben engere Kontakte zwischen den KollegInnen geknüpft, um darauf aufbauend, gemeinsame Perspektiven für die Arbeit mit Kindern im Stadtteil Ginnheim nachhaltig zu gestalten.

 

 

Kreativität zeigt gemeinsame Potentiale – Zusammenfassung

Die  Kunstwerkstatt Königstein hat hierzu ein Konzept erarbeitet, das mit den Mitteln kreativer Ausdrucksformen persönliche und gemeinsame Potentiale sichtbar gemacht hat.  Der Projekttag war in drei Arbeitsphasen untergliedert.

 

 

 

Phase 1

Die erste Phase hatte den Titel ICH und meine Arbeitsplatz:

Es ging um das Entdecken / Erleben eines eigenen Raumes mit den anderen Personen, mit Begegnungen im Gehen und dem Finden und Gestalten eines Ortes im Raum.  Auf ein großes gemeinsames Bodenbild malten die TeilnehmerInnen ihren eigenen Ort. Die Auswahl von Farben und Malweisen erzählten dabei ebenso, wie figürliche Darstellungen oder Symbole.

Die Eindrücke, Empfindungen und Gedanken während diesen Begegnungen wurden im Anschluss in der Gruppe besprochen. Warum habe ich mir diesen Platz ausgesucht, wie wurde der Kontakt zum Nachbarn erlebt, hat er sich bildlich dargestellt etc. Im nächsten Schritt wurden den TeilnehmerInnen verschiedene Materialien zur Verfügung gestellt, mit denen sie ein „Selbstportrait“ gestalteten. Dieses Portrait sollte über Material und Bearbeitungsart den persönlichen Charakter darstellen.

Phase 2

Die zweite Phase thematisierte die anwesenden Einrichtungen.

Die jeweiligen MitarbeiterInnen einer Einrichtung bekamen jeweils einen Karton und wieder verschiedene Materialien. Damit wurden jetzt die Schwerpunkte und die Angebote der Einrichtungen gestalterisch dargestellt:

  • Was bieten wir?
  • Was ist bei uns besonders?
  • Was ist gut bei uns?
  • Was würden wir gerne verändern?

 

In der Gruppe wurden die gestalteten Kartons von den Einrichtungen vorgestellt. Bei dieser Präsentation ging es um eine Vertiefung des bisherigen Wissenstandes zu den „fremden“ Einrichtungen und das Erkennen von ähnlichen Angeboten, mit denen eventuelle Kooperationen möglich wären.

Phase 3

In der dritten Phase ging es darum, gemeinsame Visionen zu verknüpfen.

Aus den Darstellungen der zweiten Phase wurden jetzt gemeinsam 5 Schwerpunktthemen erarbeitet, die für die Kinder des Stadtteils am wichtigsten sind und für die Kooperationen in Frage kommen:

  • Offene Räume, zum Toben und Ruhen, im Innen- und Außenbereich
  • Tanz- Theater- und Kreativangebote
  • Kooperationen der verschiedenen Forschungs- und Experimentierlabore
  • Nachhilfe und Lernförderung
  • Elterntreff

 

 

Die Ergebnisse wurden in der Gesamtgruppe wieder vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass schon einige Kooperationen bestehen oder in Planung sind, an denen gut angeknüpft werden kann.

 

In einem letzten Schritt wurden aus dieser Vorstellung konkrete Schritte überlegt, die umgesetzt werden können. Auch eine Verantwortung für einige Bereiche konnte schon festgelegt werden:

 

  • Die Teilnahme an der existierenden, sich monatlich treffenden „AG Kind Ginnheim“ soll weiter verstärkt werden.
  • Gegenseitige Besuche sollen organsiert werden.
  • Gemeinsames Theaterprojekt wird entwickelt.
  • Die Nutzung der Turnhalle als offener Toberaum wird weiter verfolgt.
  • Es wird sich um einen Ruheraum für die Schulpausen gekümmert .
  • Die Idee eines Elterntreffs wird ebenfalls weiter verfolgt.

 

In der Formulierung so vieler konkreter Schritte zur Umsetzung ist ein großes bestehendes Engagement und Potential zu erkennen, was als großer Erfolg bewertet werden kann.

 

 

 

Frankfurt,  am 09.02.2012

 

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:

Ann Fiedler

Bettina Hackenspiel

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