Wo Beethoven einst wohnte

Freude schöner Götterfunken- so erklingt es aus der Fußgängerzone mitten in Bonn, der Geburtsstadt Beethovens. Immer mehr japanische Touristen sammeln sich, um dem virtuosen Ständchen der Diesterwegkinder vor dem Geburtshaus Beethovens zu lauschen.


Aber was macht ein viertes Schuljahr aus Frankfurt an einem ganz gewöhnlichen Donnerstag in Bonn?
Ganz einfach! Die Kinder haben mit ihren Bildern und Antworten zur Sinfonischen  Dichtung „Finlandia“ von Jan Sibelius die Jurorin Frau Conrad vom Staatlichen Schulamt überzeugt und eine Reise zum Beethovenhaus nach Bonn gewonnen.

 

So machen wir uns auf den Weg. Mit uns an Bord des Busses eine weitere Gewinnerklasse aus der Cromerschule sowie Frau Conrad, die auf ihrer Mundharmonika die „Ode an die Freude“ intoniert, sowie Frau Wöhrmann von der FRANKFURTER BÜRGERSTIFTUNG IM HOLZHAUSENSCHLÖSSCHEN, die zu dieser musikalischen Entdeckungsreise eingeladen hat.

 

Die CD „Roll over Beethoven“ von Justus Franz  begleitet uns auf unserer sonnigen Fahrt durch das romantische Rheintal. Vorbei an Raubritterburgen und märchenhaften Schlössern fühlen wir uns in eine andere Zeit versetzt.

 

In Bonn angekommen, begrüßt uns der Schlosspark mit Spielgeräten und viel Platz zum Toben. Nachdem wir uns gestärkt haben, entführt uns eine freundliche, aufgeschlossene Museumspädagogin des Beethovenhauses in die Inszenierung „Fidelio, 21. Jahrhundert“. Damit „wurde erstmals eine klassische Oper im 3D-Graphik-und Klang-Raum (3D Virtual Reality oder Virtual Environment) interaktiv inszeniert“ wie wir dem Museumsführer entnehmen. Über Interaktionsgeräte können die Kinder die Bewegung abstrakter Formen und Figuren auf der Leinwand beeinflussen.

 

Im gelben Hinterhaus spüren wir Beethovens Leben und Wirken nach. Da uns Herr Beethoven schon längere Zeit begleitet, zeigen sich die Kinder zur Freude der Führerin interessiert, neugierig und aufgeschossen. Ein Kinderfoto Beethovens vermissen sie auch nach sorgfältiger Suche und finden den Maestro erst sechzehnjährig im Scherenschnitt.

 

Die Identifikation der Instrumente gelingt ohne Schwierigkeiten, während die beeindruckende Kunst des großen Komponisten angesichts seiner Taubheit vielen rätselhaft bleibt.
Nach eineinhalb Stunden endet die Führung, wiewohl der Wissensdurst längst nicht gestillt scheint. Gut, dass die Eisdiele uns aus der Patsche hilft.
Die Rückfahrt lässt die Kinder zur Ruhe kommen. Langeweile hat keine Chance, wirken doch die Eindrücke des Tages noch nach.

 

Abschließend ein herzliches Dankeschön an Frau Conrad und Frau Wöhrmann, die uns liebevoll und professionell begleitet haben. Dank auch an die Stadt Bonn für einen sonnigen, fröhlichen Tag. Herrn Beethoven nicht zu vergessen, der vor so langer Zeit schon dieses Erlebnis überhaupt möglich machte.

 

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