Leseförderung mit Lesepaten

Seit gut 6 Jahren arbeiten an unserer Schule etwa 15 ehrenamtliche Lesepatinnen und -paten mit Kindern, die Unterstützung beim Lesenlernen brauchen.

 

Die Lesepatinnen und -paten sind dabei den Lehrern eine willkommene Hilfe, da „sie sich doch gerade den Kindern zuwenden, die zu Hause aus unterschiedlichsten Gründen keine Hilfe erfahren“ (PatenPost Nr. 9, September 2014) oder besondere Schwierigkeiten beim Leselernprozess haben.

 

Lesepatinnen und -paten berichten von der großen Freude, die ihnen die Arbeit mit den Kindern bereitet, die sich aber auch bei den Kindern widerspiegelt, wenn sie nach „ihrer Lesezeit“ in den Klassenverband zurückkehren.

 

Auf der Grundlage einer individuellen Beziehung zwischen Kind und Patin bzw. Pate geschieht hier kindbezogene Förderung, die sowohl Leseverständnis als auch Lesefertigkeit entstehen lässt, die im Klassenverband oftmals nicht zu erreichen ist.

 

Darüber hinaus liegt es den Lesepatinnen und -paten am Herzen, neue Bildungshorizonte zu schaffen und so für die Kinder neue Alternativen zu eröffnen. Zugang zu Bildung heißt schließlich immer auch: Teilhabe an gesellschaftlichen Entscheidungen.

 

Konkret sieht die Förderung durch die Lesepatinnen und -paten so aus, dass die Kinder wöchentlich, parallel zum Unterricht, aus dem Klassenverband genommen werden und mit ihrer jeweiligen Lesepatin oder ihrem Lesepaten arbeiten. Diese Arbeit beinhaltet nicht nur den Prozess des Lesens, sondern auch das Gespräch über das Gelesene sowie das Eintauchen in und das Übertragen auf die Lebenswelt der Kinder.

 

Der regelmäßige Kontakt zwischen der Lesepatin oder dem Lesepaten und der jeweiligen Klassenlehrerin, der eine erweiterte Sicht auf das Kind zulässt, rundet das Konzept ab.

Fördermaterialien zum Leselernprozess stehen den Lesepatinnen und -paten in einer Lesepatenkiste zur Verfügung oder werden durch die Klassenlehrerin bereitgestellt. Darüber hinaus nutzen viele Patinnen und Paten das freie Angebot unserer Schulbibliothek und berücksichtigen dabei die individuellen Vorlieben der Kinder.

 

Etwa zweimal im Schuljahr laden wir die Lesepatinnen und Lesepaten zu einem Erfahrungsaustausch in unsere Bücherei ein. Bei einer Tasse Kaffee berichten sie von ihrem Einsatz und ihren Erfahrungen, tauschen Lesetipps aus und fragen gezielt nach Lerninhalten und –methoden. Lesepatinnen und Lesepaten werden zu besonderen Schulereignissen, wie Schulfesten und Konzerten eingeladen und erleben „ihre“ Lesekinder gerne auch außerhalb der Lesestunde.

 

Die Diesterwegschule arbeitet mit Lesepatinnen und -paten zusammen, die sich über das Projekt „Die Frankfurter Lesepaten“ (www.die-frankfurter-lesepaten.de) sowie „Lesementor - Die Leselernhelfer“ (www.mentor-hessen.de) ehrenamtlich engagieren. Hinzu kommen Mütter und Großmütter von Diesterwegschülern, denen der Leselernprozess aller Kinder am Herzen liegt.

 

Allen Leselernhelferinnen und –helfern danken wir sehr herzlich für ihren Einsatz!

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