Methoden lernen
Fortbildungsreihe Erweiterung der Methodenkompetenz in der Grundschule
Ein integriertes Lehrer-Schülertraining
Die Herausforderung: kompetenzorientiert unterrichten
Mit der bevorstehenden Einführung der Bildungsstandards kommen auf die Lehrkräfte aller Schulformen neue Anforderungen zu: Die Schülerinnen und Schüler sollen im Verlauf ihrer Schulzeit nicht nur Fachwissen erwerben, sondern Kompetenzen entwickeln: Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz und Fachkompetenz.
Das Lernen soll „auf die Bewältigung von Anforderungen und nicht nur auf den Aufbau von ... Wissen ausgerichtet“ sein (Bildungsstandards der KMK). Schülerinnen und Schüler sollen Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit entwickeln. Zunehmend sollen sie in der Lage sein, Aufgaben und Probleme strukturiert und zielgerichtet zu bearbeiten und Lernstrategien und Arbeitsverfahren selbstständig anzuwenden und weiter zu entwickeln.
Orientierungs- und Vergleichsarbeiten, Abschlussprüfungen und Landesabitur sollen regelmäßig Aufschluss darüber geben, inwieweit die Schülerinnen und Schüler die Standards erreicht haben.
Damit stellten sich die Lehrkräfte der Diesterwegschule folgende Fragen:
- Wie können Schülerinnen und Schüler die geforderten Kompetenzen entwickeln?
- Wie können sie lernen, im Unterricht selbstständig und kooperativ zu arbeiten, Konflikte zu lösen, Arbeitsergebnisse zu präsentieren, Lernstrategien gezielt anzuwenden?
- Welche „Basiskompetenzen“ brauchen sie dazu?
- Wie lässt sich „Kompetenzorientierung“ im Unterricht realisieren?
- Wie können sich Lehrerinnen und Lehrer qualifizieren, um diesen neuen Herausforderungen gerecht zu werden?
Als Antwort auf die letzte Frage, haben wir als Kollegium der Diesterwegschule im Herbst 2006 beschlossen an folgender Fortbildungsveranstaltung teilzunehmen.
Das Projekt heißt: Erweiterung der Methodenkompetenz an Grundschulen; Schüler qualifizieren – Lehrer entlasten
Schulen, die am Projekt teilnehmen, entwickeln ihren Unterricht schrittweise weiter in Richtung „kompetenzorientiertes Unterrichten“ mit einem allmählich zunehmenden Anteil an selbstständigem, eigenverantwortlichem Lernen.
- In Methodentrainings erlernen und üben Schüler/innen Basiskompetenzen in mehreren Bereichen: Lern- und Arbeitstechniken, Kommunikation, Kooperation.
- Im Fachunterricht entwickeln Lehrerinnen und Lehrer die Unterrichtsmethodik in kleinen Schritten weiter, so dass Schülerinnen und Schüler verstärkt zum eigenverantwortlichen Arbeiten aufgefordert und befähigt werden.
Die Fortbildungsmaßnahme umfasst:
- praxisorientierte Fortbildungsveranstaltungen mit direktem Unterrichtsbezug
- angeleitete Fach-Workshops, in denen gemeinsam geeignete Unterrichtsmaterialien entwickelt werden
- Tagungen für Steuerungsteams mit Informationen und Beratung zur Fortbildung, zu Trainingstagen mit Schülern, zur Elternarbeit, zu Konferenzgestaltung und Teamarbeit im Kollegium
Die Unterstützung:
- Die Fortbildungsveranstaltungen werden als praxisorientierte Trainings angeboten. Sie sind direkt mit dem Unterricht verzahnt: Ein Fortbildungsmodul erstreckt sich über 3 Tage. Die Fortbildungsinhalte werden am jeweils folgenden Vormittag im Unterricht erprobt.
- Im Rahmen der Fortbildungen und Workshops werden ausgewählte, bewährte Materialien für Unterricht und Schülertraining zur Verfügung gestellt.
- Die Trainerinnen und Trainer leisten Unterstützung bei der Vorbereitung von Schülertrainings.
Der Effekt:
- Schülerinnen und Schüler sind zunehmend in der Lage, selbstständig zu lernen und zu arbeiten.
- Durch zunehmend eigenständiges Arbeiten der Schülerinnen und Schüler werden Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht spürbar entlastet.
Aus Bildungsserver Hessen
Überarbeitung von Ann Fiedler
Die Fortbildungsmodule
- Modul 1: Methodentraining mit Schülern - Lern- und Arbeitstechniken
- Modul 2: Eigenverantwortliches Arbeiten im Fachunterricht
- Modul 3: Kommunikations- und Kooperationstraining mit Schülern
- Fach-Workshops: Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Englisch ...